False Friends: Beispiele aus dem Alltag
Im alltäglichen Sprachgebrauch lauern vielerorts False Friends. Sie können selbst routinierte Sprecher ins Stolpern bringen. Besonders in Situationen, in denen schnelle Kommunikation gefragt ist, können die sprachlichen Stolpersteine zu Missverständnissen und amüsanten Fehlinterpretationen führen. Hier sind einige gängige Beispiele aus dem Alltag, die verdeutlichen, wie leicht man durch ähnlich klingende Wörter in die Irre geführt werden kann.
„to become“ vs. „bekommen“
Das Verb „to become“ bedeutet „werden“ und nicht wie im Deutschen „bekommen“. Ein Beispiel: „It became a problem“ (Es wurde zu einem Problem). Die Wörter „to receive“ oder (etwas informeller) „to get“ sind mit dem deutschen Wort „bekommen“ gleichzusetzen.
„brave“ vs. „brav“
Wenn eine englischsprachige Ärztin ein Kind nach der Impfung mit den Worten „What a brave girl“ lobt, will sie damit nicht sagen, dass das Mädchen besonders brav war. „Brave“ bedeutet „mutig“. Das deutsche Wort „brav“ lässt sich mit „good“ übersetzen („What a good girl“).
„eventually“ vs. „eventuell“
Sie möchten die Kollegin fragen, ob sie Ihnen eventuell helfen kann? Nutzen Sie in diesem Zusammenhang das Adjektiv „maybe“, nicht aber „eventually“: Das bedeutet „endlich“ oder auch „irgendwann“. Ein Beispiel: „He will be here eventually“ („Er wird schon irgendwann kommen“).
„sensible“ vs. „sensibel“
Ein sensibles Kind ist im Englischen „a sensitive child“. Der False Friend „sensible“ bedeutet „vernünftig“: „A sensible decision“ ist zum Beispiel eine vernünftige Entscheidung.